Aktuelles

14 Aug, 2013

Rettung für 183 Canilehunde und gleichzeitig dringender Hilferuf !

Sensationelle Wende im Canile von Manduria zum Wohle der dortigen Hunde!

Liebe Tierfreunde,
es gibt Nachrichten, über die man sich freut, die aber eigentlich nichts Außergewöhnliches sind.
Es gibt Nachrichten, über die man traurig ist und über die länger nachdenkt.
Und es gibt Nachrichten, die einen emotional komplett überrennen.
Das sind dann solche, auf die man schon lange gehofft hatte.
Und genau so eine Letztere können wir heute verkünden:
Luigia hat am 7.August 2013 die Leitung des städtischen Caniles in Manduria mit 183 Hunden übernommen !!!!!!!!!!!!!!
Ja, Sie haben richtig gehört : Luigia, die seit vielen Jahren gegen die teilweise katastrophalen Missstände im kommunalen Canile ihrer Heimatstadt Manduria angekämpft hat, die immer wieder Tiermisshandlungen zur Anzeige gebracht hat, die sich immer wieder trotz aller damit verbundenen persönlichen Gefahren gegen diejenigen aufgelehnt hat, die in die unrühmlichen Geschehnisse rund um dieses Canile involviert waren, hat nun die Ausschreibung für die neue Leitung dieses Caniles GEWONNEN.
In diesem Canile gab es in den letzten 10 Jahren sehr sehr viel Tierleid.
Viele Hunde fanden hier den Tod und vegetierten nur vor sich hin, ohne richtig versorgt zu werden.
Hier einige Eindrücke von diesem Canile :


Nun kann den derzeit dort untergebrachten über 180 Hunden endlich GEHOLFEN werden.
Nun kann Luigia zeigen, wie man auch innerhalb einer bereits bestehenden Canilestruktur vorgehen muss, damit sich Hunde einigermaßen wohlfühlen, ohne ihnen ihre Würde zu nehmen, ohne sie respektlos zu behandeln, ohne ihnen den Lebensmut zu nehmen, ohne ihre Grundbedürfnisse einfach zu ignorieren und ihr Wohlergehen außer Acht zu lassen.

Um dieses Canile leiten zu können, wurde kürzlich eine kommunale Ausschreibung gemacht und dem zukünftigen Betreiber pro Tag und pro Hund eine Pauschale von 85 Cent angeboten. Da Luigia diesen Hunden unbedingt helfen wollte, bot sie an, dies für 65 Cent pro Tag und pro Hund zu übernehmen. Und dies wird wohl den Ausschlag gegeben haben. Doch Luigia war sich natürlich darüber im Klaren, dass 65 Cent nicht nicht einmal für das tägliche Futter ausreichen.

Aber hätte sie sich nicht beworben, hätte dies weiteres Leiden für diese armen Kreaturen bedeutet.
Und dieses sollte nun nach 10 Jahren endlich ein Ende haben.
Am 7. August wurde ihr von den Verantwortlichen der Kommune die Schlüssel zum Canile übergeben.

Und als sie dann erstmals auch „hinter die Fassade“ schauen konnte, offenbarte sich ihr das ganze Ausmaß des Grauens:

Schimmelige und feuchte Wände und eine Wasserzysterne, in der sich stinkendes fauliges Wasser befand und damit ein Brutofen für Infektionskrankheiten.
Ein Operationsraum, der nur aus Schmutz bestand und jegliche Hygiene vermissen lies und ein Mobiliar, das nicht nur zerstört, sondern auch noch voller Insekten war.
Überall verrostete Gitter an den Gehegen, Schmutz und Verletzungsgefahr für die Hunde.
Mangel an Sonnenschutzvorrichtungen über vielen Gehegen, so dass die Hunde schutzlos bei über 40 Grad in der prallen Sonne stehen, vor allem in der Mittagshitze, wenn dann keine angrenzende Mauer zumindest ein bisschen Schatten wirft.

Keine Hundekörbe und keine Hundehütten in den kargen Zwingern, so dass die Hunde auf dem blanken Betonboden oder auf splittrigen Holzpaletten liegen.
Überall Schmutz, Unrat, Exkremente und nicht eine Spur von Hygiene und damit Schutz der Hunde vor Infektionskrankheiten.

Als Luigia nun das Canile übernommen hatte, musste sie sich erst einmal über den Zustand ein Bild machen, d.h., was fehlt, was wird benötigt, wo ist dringender Handlungsbedarf?
Und dabei ergab sich dann auch, dass es an allen Ecken und Enden fehlt.
Die Vorbesitzer hatten praktisch alles mitgenommen und nichts zurückgelassen, was noch funktionsfähig war.
Um die Hunde jedoch vernünftig versorgen zu können, reicht es nicht, ihnen Futter und Wasser zu bringen. Man muss sie vor der sengenden Sonne schützen, in ihren Gehegen und auf dem Gelände für absolute Hygiene sorgen, man muss sie tierärztlich versorgen, ihre Krankheiten behandeln, ihnen Platz verschaffen und sie soweit es geht, ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend betreuen.

Als erstes reinigte Luigia den Operationsraum, da dieser stets akut benötigt werden könnte.
Und sie hat es geschafft, aus diesem dreckigen Loch nun schon einmal einen vorzeigbaren Raum zu machen, der hygienisch und sauber ist.

Doch die Arbeiten müssen so schnell wie möglich weitergehen.
Hier ist und wird SEHR VIEL zu tun sein, wenn man es für die Hunde verbessern will.

NUN BITTEN WIR SIE, LIEBE TIERFREUNDE UM IHRE HILFE !
Luigia braucht nun dringend unsere Unterstützung, denn es fehlt an allem:
Folgendes wird benötigt:
Hundehütten, Hundekörbe (beides aus Kunststoff)
Kissen für die Hundekörbe
Decken
Näpfe
Desinfektionsmittel
2 Bahren für narkotisierte Hunde nach Operationen
Eine Liege für den Operationsraum für narkotisierte Hunde
Sonnenschutzsegel für die Gehege
Schränke für die Dokumente
Eine neue bzw. funktionierende Schreibmaschine
Finanzielle Mittel für die Neuanschaffung von Gittern an den Gehegen und für die Renovierung der schimmligen und maroden Mauern und für einige neue Gehegetüren
Ein neuer Schreibtisch
Lange Wasserschläuche
Ein Hochdruckreiniger
Eine Waschmaschine
Ein Kühlschrank
Ein Herd
Eine Tiefkühltruhe
Eine Wasserpumpe
Eine Box für operierte oder kranke Hunde
Wurmmittel
Antiparasitenpräparate
Schutzkleidung
Und viele andere Dinge mehr.
Darüber hinaus muss Luigia in den nächsten Tagen die erste Rechnung der Futterkosten für die Hunde im Canile begleichen und wir gehen hier von monatlichen Kosten in Höhe von 2000 € aus, die zwar durch die 65 Cent von der Gemeinde gedeckt sind, jedoch fallen weitere Kosten wie Tierarztbehandlungen u.s.w. an, die mit der monatlichen Pauschale nicht gedeckt werden können.

Die Hunde im Canile Manduria benötigen Ihre Hilfe- jetzt!

Sachspenden:
Natürlich nehmen wir auch gebrauchte (aber funktionierende) Geräte in Form von Sachspenden entgegen, allerdings ist zur Zeit noch unklar wie wir diese möglichst umsonst (oder wenigstens kostengünstig) nach Manduria liefern können. Wenn Sie Sachspenden für die Hunde im Canile Manduria haben, oder uns bei dem Transport von Sachspenden nach Italien helfen können, ggf. Kontakte zu Speditionen haben, die uns unterstützen könnten, ein Lager/ Lagerplatz zur Sammlung von Spenden zur Verfügung stellen können, so kontaktieren Sie uns bitte.

Geldspenden:
Da wir unbedingt abwägen müssen, ob es kostengünstiger ist, diverse Geräte bzw. Anschaffungen direkt in Italien zu tätigen, so dass wir uns die anfallenden Transportkosten sparen können, sind wir natürlich dringend auch auf Geldspenden angewiesen! Denn einige der Hunde müssen auch tierärztlich versorgt, neue Zwinger gebaut und die ganze Struktur von Grund auf verbessert werden. Hinzu kommen die monatlichen Kosten für Futter.
Wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen möchten, so überweisen Sie bitte unter dem Verwendungszweck „Canile Manduria“ auf folgendes Konto:

Per Überweisung spenden:
Bank für Sozialwirtschaft
Empfänger : Tierschutzprojekt Italien e.V.
Kontonummer : 8638201
BLZ : 55020500
IBAN: DE39550205000008638201
BIC: BFSWDE33MNZ

Danke von Herzen für Ihre Unterstützung!